Gedanken zur Zucht
Als FN-geprüfte Zuchtrichterin lege ich
großen Wert auf das Wissen um die verschiedenen Rassen und deren
Eigenheiten.
Züchten bedeutet “Denken in
Generationen”. Eine relativ kleine Population wie diese Rasse
erfordert eine große Verantwortung im Umgang mit dem Gen-Pool.
Der Inzuchtskoeffizient belegt die derzeitig auffällige Abnahme
der genetischen Vielfalt. Gesundheit und Rassetyp-Veränderung
werden sich dabei zu wichtigen Themen der Zukunft heraus
kristallisieren.
Meine Anpaarungsziele:
* möglichst geringer Blutanschluss der
Elterntiere
* Typkonsolidierung durch Aussparen von
Fremdblut (xx, ox, …) im Stammbaum
* Anpaarungen ausserhalb übernutzter
Blutlinien
* Vermeidung von ekzembelasteten Linien
* fundamentstarke, charakterlich sympatische
und leistungsbereite Ponys für die ganze Familie
Farben: “Ein gutes Pferd hat keine Farbe”
– diesen Spruch kennt wohl jeder. Ich füge stets gerne einen
Nachsatz an: “ … und ein sehr gutes Pferd besitzt obendrein
noch eine Farbe.”
“Yellow ponies” – das sind
meine Lieblinge.
Ekzemfreiheit: Auch
bei den Connemara-Ponys findet man leider inzwischen die komplexe
Erkrankung “Sommerekzem”, die alljährlich wiederkehrt,
als nicht heilbar gilt und den Ponys große Qualen bereitet.
Ausschlaggebend sind mehrere exogene Faktoren wie Kriebelmücken
und eiweißreiches Futter - aber auch eine gewisse genetische
Disposition als endogener Faktor ist nachgewiesen.
So sind mir ekzemfreie Linien wichtig und ich
schließe dies bei der Auswahl der Stationshengste und Bedeckungen
sehr wohl in meine Überlegungen mit ein.